VANESSA HOHENSTEIN sitzt, den Kopf auf die Hände gestützt, in einer Küche am Tisch. Vor ihr liegt eine Zeitung. Gedankenverloren starrt sie
auf einen Artikel und weint lautlos. Aus dem Nebenzimmer ist Babygeschrei zu hören, aber die Frau ist so tief in Gedanken versunken, dass sie es nicht hört. Die Tür zur Küche öffnet sich und
das Gesicht von BRIGITTE HOHENSTEIN ist zu sehen. Als sie die weinende Vanessa am Tisch sitzen sitzt, bekommt ihr Gesicht einen mitleidigen Ausdruck.
BRIGITTE HOHENSTEIN
Vanessa!
Vanessa reagiert nicht. Frau Hohenstein öffnet die Tür ein bisschen weiter.
BRIGITTE HOHENSTEIN
(ein bisschen lauter)
Vanessa!
Vanessa blickt auf und schaut ihre Mutter mit roten, vom Weinen verquollenen Augen fragend an.
BRIGITTE HOHENSTEIN
Vanessa! MAXI weint. Geh zu ihm.
Langsam steht Vanessa auf, geht auf ihre Mutter zu und will an ihr vorbei zur Tür hinausschlüpfen. Brigitte Hohenstein hält ihre
Tochter am Arm fest und sieht ihrer Tochter in die Augen.
BRIGITTE HOHENSTEIN
Ich weiß dass du leidest, Vanessa. Aber lass es nicht an Maxi aus. Dein Sohn braucht dich.
Vanessa wendet den Blick ab, nickt, und geht auf das gegenüberliegende Zimmer zu.